Solilauf jetzt auch in Afrika

Das Orgateam in St. ingbert freut sich riesig über Nachahmer in Benin und wünscht viel Erfolg bei dem 10-Stundenlauf, der die Menschen für Sport begeistern soll .

Am 7. September werden nicht nur im Mühlwaldstadion wieder viele Sportlerinnen und Sportler auf die Bahn gehen. Nein, parallel zum Solilauf in St. Ingbert drehen auch Freunde aus Benin ihre Runden. Unter dem Namen „Course de solidarité“ werden Menschen innerhalb von zehn Stunden laufen. Veranstaltet wird der Lauf von W.E ONG in Partnerschaft mit dem Solilauf in St. Ingbert. Eine ONG ist eine „organisation non-gouvernementale, d.h. eine „Nicht-Regierungsorganisation“ und entspricht in Deutschland einem eingetragenen Verein. Die W.E ONG ist offizieller Partnerverein von „Perspektiven für Benin e.V.“, dem Verein zur Verbesserung der Lebensqualität und Bildung in Benin.

Der Course de solidarité findet auf dem Sportgelände der Gemeindehauptstadt Bassila statt. 2012 hat sich das Orgateam in St. Ingbert für ein Hilfsprojekt im westafrikanischen Staat Benin entschieden. „Wir bauen einen Kindergarten für Bassila“ hieß damals das Motto. 30.500 € waren als Erlös zusammengekommen. Der Kindergarten ist mittlerweile gebaut und die Freunde in Benin angesteckt von der Idee einer solchen Benefizveranstaltung.

Laufen bis es dunkel wird

Los geht es am Samstag um 9.00 Uhr. Statt 24 will man erst mal nur 10 Stunden laufen. Denn ab 19.00 Uhr wird es dunkel. Der Lauf beginnt erst um 9.00 Uhr, um Teilnehmern von außerhalb entgegenzukommen. Der Aufwand für die Organisatoren ist riesig: Die treibende Kraft Nabiou Soumanou sucht in Bassila und Umgebung Sponsoren. Denn Bänke, Stühle, Tische, Sonnendächer, Drucker und Tinte müssen ausgeliehen werden. Startnummernbänder für die Läufer, Straßenschilder und vieles mehr gilt es anzufertigen. Aber Nabiou hat großen Spaß. Seinen saarländischen Freunden Waltraud Latz und Peter Thiel schreibt er:

„Liebe Waltraud, lieber Peter, heute, Sonntag, ab 15.00 h, hatten wir eine Sitzung in meinem Büro im Sitz der W.E ONG on Bassila, um den 24-Std- Lauf vorzubereiten. Wir haben ein ORGA-TEAM gebildet mit einem Deutschlehrer als Vorsitzenden: Er heißt DJAWARA Askandar. Dieses Comité hat die Aufgabe, den Ablauf dieses Ereignisses erfolgreich zu gestalten. Wir haben zehn Personen für die Jury bestimmt, die die Runden der einzelnen Teilnehmer notieren werden. Wir haben auch einen Vorsitzenden der Jury ernannt, der nach und nach die Ergebnisse zusammenfasst. Es ist ein Informatiker des Collèges von Bassila. Es wurde entschieden, dass die Rückennummern in verschiedenen Farben gefertigt werden. Radiosendungen werden heute, am Montag, ausgestrahlt, um die guten Seiten des Sports und auch die Zusammenarbeit mit PFB (Perspektiven für Benin) und der Vereinigung des Solilaufs von St. Ingbert zu erläutern. Ihr werdet ständig weitere Details zur Organisation erhalten.“

2020 soll der Lauf auf 24 Stunden ausgedehnt werden, ganz so wie in St. Ingbert und evtl. sogar eine kleine Startgebühr erhoben werden (zugunsten von Projekten der W.E ONG).

Paten fürs Rundenzählen

Die Anzahl der Läufer wurde erstmal auf 200 begrenzt und unterteilt sich in sechs Kategorien: Kleinkinder, Jungen, Mädchen, Männer, Frauen, ältere Menschen ab 50 Jahren. Die Läufer bekommen Nummern. Ein Team aus ca. 20 Personen ist für jeweils 10 Läufer zuständig. Jedes Team-Mitglied zählt die Runden „seiner“ Läufer. Die Runden der einzelnen Läufer werden sofort in eine Excel-Datei eingefügt.

„Course de solidarité“ bedeutet, es gibt einen Lauf für ALLE Menschen, egal welcher Herkunft, Religion, Alters- und Berufsgruppe sie angehören oder in welchem Gesundheitszustand sie sind. Es wird weder Startgebühr noch Spender für die Runden geben. Dies alles sei unmöglich durchführbar, weil man das in Benin überhaupt nicht kennt. Außerdem verfügen viele Menschen über fast keine Geldmittel. Ziel ist es dagegen, die Menschen für Sport zu interessieren, den Sport, die Gesundheit und insbesondere die Gemeinschaft aller zu fördern.

Der Verein Perspektiven für Benin e. V.  wird deshalb im Blick auf eines seiner Ziele (Förderung von Gesundheit) und dem Anreiz zu sportlicher Betätigung den drei Erstplatzieren jeder Gruppe einen kleinen angemessenen Geldpreis spenden, und alle Teilnehmer werden von der W.E ONG eine Teilnahmeurkunde bekommen. 

Grußwort Pfarrer Zamilski

Kurzmitteilung

© Foto: Nina Drokur
© Foto: Nina Drokur

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn sich Solidarität in Zahlen messen lassen könnte, dann könnte unsere Pfarrei sicher ziemlich stolz sein, finde ich: In den vergangenen 13 Jahren beteiligten sich 14.752 Teilnehmer am Soli-Lauf, die 235.416 Kilometer gelaufen sind und 460.700 Euro erlaufen haben. Zumindest bin ich sehr stolz darauf, Schirmherr des 14. Soli-Laufes sein zu dürfen, denn durch diese Veranstaltung konnte schon vielen Menschen eine gute Nachricht („Evangelium“) gebracht werden: Jemand hat an euch gedacht, es gibt Leute, denen ihr wichtig seid, die sich für euch einsetzen und euch unterstützen.

Am 7. und 8. September von 15 Uhr bis 15 Uhr, bei Tages- und Flutlicht können in diesem Jahr Runden gedreht werden unter dem Motto „Mit dem Soli-Lauf letzte WünscheWagen“.

Der WünscheWagen ist ein ehrenamtlich getragenes und über Spenden finanziertes Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes. Es erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Herzenswunsch und fährt sie gemeinsam mit ihren Familien und Freunden noch einmal an ihren Lieblingsort.

Und jeder kann mithelfen: Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen, Walker, Profis, Hobby-Sportler, Kindergartenkinder oder Rentner, Jung und Alt – jeder kann schnell oder langsam seine Runden drehen, damit Wünsche wahr werden können.

Natürlich wird auch für das körperliche und seelische Wohl der Teilnehmer gesorgt: mit einer großen Auswahl an Speisen und Getränken, vielen Musikbands und dem Open-Air-Gottesdienst am Sonntagmorgen.  

Ich danke allen Läufern, Spendern, den vielen engagierten Helfern und Kooperationspartnern für ihren Schweiß, ihr Durchhaltevermögen, ihre Zeit und ihr Geld, ihr Herzblut und ihre Tatkraft – kurzum: Danke für die Solidarität!

Daniel Zamilski

Pfarrer der Pfarrei Hl. Ingobertus St. Ingbert

Bannerwerbung im Stadion

Am 7. und 8. September werden wieder rund 1.500 Läuferinnen und Läufer erwartet. Außerdem lassen sich viele Zuschauer das Treiben auf und um die Bahn nicht entgehen. Eine einmalige Gelegenheit, das Stadion als Werbefläche zu nutzen: Machen Sie die Teilnehmer und Zuschauer mit einem Banner auf Ihr Untenehmen aufmerksam. Sie nutzen die hervorragende Sichtbarkeit und unterstützen mit Ihrem Sponsoring auch noch den WünscheWagen des Arbeiter-Samariter-Bundes. Eine rundum gute Sache. Kommen Sie auf uns zu: info@solilauf.org