Wie alles begann …

… und wer wir sind


Die Idee
Das Orgateam in der Pfarrei Heiliger Ingobertus

Die Idee zur Veranstaltungsform des 24-Stunden-Laufs kam Pfarrer Andreas Keller (früher Pfarrei St. Pirmin und St. Michael, heute Pfarrverbandsleiter Kaiserslautern) im Jahr 2004. Weil bei den traditionellen Hungermärschen immer weniger Kinder und Jugendliche mitmachten, hatte er eine neue Solidaritätsveranstaltung im Sinn: ein sportliches Laufevent. Die Idee: Ähnlich wie bei den Hungermärschen werden Spendengelder „erlaufen“, die Eltern, Freunde, Nachbarn oder Verwandte vor dem Lauf dem Teilnehmer für jede zurückgelegte Runde zugesagt haben. 

Allmählich kristallisierte sich die Idee eines 24-Stunden-Laufs mit umfangreichem Rahmenprogramm heraus.

2006 fand der erste Solilauf im Mühlwaldstadion in St. Ingbert statt. 220 Läufer liefen insgesamt 2.720 Kilometer. Der Erlös von 8.000€ aus Start- und Spendengeldern sowie aus dem Verkauf von Speisen und Getränken ging an eine arme Pfarrei in Bogota, Kolumbien, die damit ihr Pfarrheim renovieren konnte. 

Für die Idee fand sich ein Organisationsteam (kurz Orgateam), das von Jahr zu Jahr wuchs und von 2006 bis heute eine einmalige, überaus erfolgreiche Veranstaltung auf die Beine stellte – alles natürlich ehrenamtlich und mit großem Zeitaufwand.

Seit dem ersten 24-Stunden-Lauf im Jahre 2006 ist nicht nur die Zahl der Teilnehmer und die Spendensumme um ein Vielfaches gewachsen, sondern auch zwangsläufig die Organisationsarbeit, die solch eine Großveranstaltung mittlerweile mit sich bringt. Dafür ist ein spezielles Orgateam verantwortlich. Es besteht aus 10-12 Mitgliedern. Jedes von ihnen hat einen eigenen Verantwortungsbereich, z. B. Technik, sportliche Organisation, Kommunikation, Speisen und Getränke, Rahmenprogramm u. v. m.

Die Mitglieder kommen vom Hauptveranstalter, der Pfarrei Heiliger Ingobertus, der zudem von der DJK SG St. Ingbert unterstützt wird.

„Saarlands Beste“

Im Januar 2013 wurde das Orga-Team mit dem Medienpreis der Saarbrücker Zeitung ausgezeichnet. Über 21 Prozent der Leser der Saarbrücker Zeitung wählten das Helferteam des 24-Stunden-Laufs zu „Saarlands Beste“ in der Kategorie „Vereine“. Mit dem Medienpreis „Saarlands Beste“ zeichnet die Saarbrücker Zeitung Einzelpersonen und Vereine für ihr außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement aus.

Da die Checkliste aller zu erledigenden Aufgaben über 380 Aktionspunkte enthält, trifft sich das Team regelmäßig, um den Status der Vorbereitungen zu dokumentieren und gegebenenfalls zeitnah Entscheidungen zu treffen. Die Vorbereitung für den kommenden Event beginnt schon mit der Nachbereitung des letzten, und zwar kurz nach der Veranstaltung. Sehr vieles ist im Vorfeld zu erledigen. Nichts darf vergessen oder dem Zufall überlassen werden. Natürlich ist der Einsatz an dem entsprechenden Event-Wochenende immens groß. Er beginnt mit dem Aufbau am Mittwoch vor der Veranstaltung und endet mit dem Abbau am Montag und Dienstag. Manche aus dem Organteam machen während der 24 Stunden kein Auge zu. Aber man darf auch nicht vergessen – und dafür ist das Orga-Team sehr dankbar, dass an dem Wochenende über 100 vom Orga-Team mobilisierte Helfer aus der Pfarrei, von den Mitveranstaltern und der ganzen Stadt mit großem Einsatz im Stadion sind.

Geben ist seliger als nehmen

Kurz: Der Einsatz ist enorm hoch. Aber das Wichtigste wird insbesondere in der Nachbereitung immer wieder deutlich: „Geben ist seliger als nehmen“. Die einmalige Atmosphäre unter den Sportlern, Besuchern und im Helferteam, das immer wieder überraschend hohe Spendenergebnis und nicht zuletzt die dankbare Freude der Begünstigten, die mit der Spendensumme ein Hilfsprojekt verwirklichen können, ist der Lohn für die Arbeit während eines ganzen Jahres. 

Und das Beste zum Schluss: Insgesamt hat das Team mit dem Solilauf nach 15 Jahren bereits rund 525.000€ zusammengetragen.

Pfarrer Andreas Keller