
„Die Teilnahme am Solilauf stärkt die Gemeinschaft und setzt ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir Verantwortung füreinander übernehmen. Genau das macht den Solilauf Jahr für Jahr zu einer besonderen Veranstaltung.“
Weltlicher Schirmherr
Dr. Magnus Jung
Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit
Der Solilauf in St. Ingbert verbindet auf besondere Weise Sport, Gemeinschaft und gesellschaftliches Engagement. Gemeinsam zu laufen bedeutet weit mehr als nur eine sportliche Aktivität – die Teilnahme am Solilauf stärkt die Gemeinschaft und setzt ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir Verantwortung füreinander übernehmen. Genau das macht den Solilauf Jahr für Jahr zu einer besonderen Veranstaltung.
In diesem Jahr widmet sich der Solilauf einem sehr besonderen Projekt: mit dem Verein Beratung Interkulturell steht ein Thema im Mittelpunkt, das uns alle angeht: Gewalt gegen Frauen. Jede Form von Gewalt ist eine Verletzung der Menschenwürde und der Menschenrechte. Dass häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt auch im Saarland weiterhin zunimmt, zeigt, wie wichtig Prävention, Aufklärung und verlässliche Hilfsangebote sind. Der Verein Beratung Interkulturell leistet insbesondere für Frauen mit Migrationsgeschichte unverzichtbare Arbeit. Bei der Bekämpfung häuslicher Gewalt hat die saarländische Landesregierung in den vergangenen Jahren bereits wichtige Weichen gestellt, indem wir Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche landesweit ausgebaut und zusätzliche neue Angebote geschaffen haben. Mit Ihrer Teilnahme und Ihren Spenden tragen auch Sie dazu bei, diese wichtige Unterstützung zu stärken und Betroffenen neue Perspektiven zu eröffnen.
Mein herzlicher Dank gilt allen Organisatorinnen und Organisatoren, den vielen ehrenamtlich Engagierten, den Sponsorinnen und Sponsoren sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Solilaufs.
Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Lauf 2026!

„Als Christinnen und Christen glauben wir, dass jeder Mensch nach Gottes Bild geschaffen ist und deshalb eine unveräußerliche Würde besitzt.„
Geistliche Schirmherren
Pfarrer Daniel Zamilski und Pfarrer Johannes Rossell
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Läuferinnen und Läufer, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Solilaufs St. Ingbert,
die Geschichte von Ruth beginnt nicht mit Erfolg, sondern mit Verlust, Unsicherheit und einem Neuanfang. Ruth hat ihre Heimat verloren, ihren Ehemann und die vertraute Zukunft, die sie sich vorgestellt hatte. Als ihre Schwiegermutter Noomi beschließt, in ihr Heimatland zurückzukehren, steht Ruth vor einer schwierigen Entscheidung. Sie könnte ihren eigenen Weg gehen. Doch stattdessen sagt sie die berühmten Worte:
„Wo du hingehst, da will auch ich hingehen; wo du bleibst, da bleibe auch ich.“ (Ruth 1,16)
Ruth lässt einen Menschen in seiner Not nicht allein. Sie geht mit. Sie begleitet. Sie schenkt Halt in einer Zeit der Unsicherheit.
Genau darin liegt auch die Botschaft des Solidaritätslaufs. Viele Frauen, die Gewalt erlebt haben, kennen Erfahrungen von Angst, Verlust, Entwurzelung und Einsamkeit. Manche haben ihre Heimat verlassen müssen, andere haben auf ihrer Flucht oder in ihrem familiären Umfeld Gewalt erfahren. Viele stehen vor der Herausforderung, ihr Leben neu aufzubauen.
Die Fachberatungsstelle „Beratung Interkulturell – Beratung von Frauen für Frauen“ geht diesen Weg mit ihnen. Sie hört zu, schützt, berät und begleitet. Sie bietet Frauen einen Ort, an dem sie ernst genommen werden und neue Perspektiven finden können. Dort wird die Haltung von Ruth auf ganz praktische Weise gelebt: „Du bist nicht allein. Ich gehe ein Stück des Weges mit dir.“
Als Christinnen und Christen glauben wir, dass jeder Mensch nach Gottes Bild geschaffen ist und deshalb eine unveräußerliche Würde besitzt. Gewalt verletzt diese Würde. Darum können wir nicht schweigen, wenn Menschen Leid erfahren. Wir sind gerufen, hinzusehen, beizustehen und Zeichen der Hoffnung zu setzen.
Jede Runde, die am Solilauf gelaufen wird, ist mehr als eine sportliche Leistung. Sie ist ein Ausdruck von Solidarität. Sie macht Frauen, die Gewalt erlebt haben, deutlich, dass sie nicht vergessen sind, ihre Geschichte zählt und uns ihr Weg in eine selbstbestimmte Zukunft nicht gleichgültig ist.
Die Geschichte von Ruth endet nicht in Hoffnungslosigkeit. Aus ihrem mutigen Schritt in eine ungewisse Zukunft wachsen neues Leben, neue Gemeinschaft und neuer Segen. Das macht Mut, denn auch aus schwierigen Lebenssituationen können neue Wege entstehen, wenn Menschen einander begleiten und unterstützen.
So wünschen wir allen Mitwirkenden des Solilaufs 2026 Gottes Segen, offene Herzen und viele Menschen, die bereit sind, wie Ruth an der Seite anderer zu stehen und mitzugehen.
Möge Gott unsere Schritte begleiten und aus unserem gemeinsamen Engagement Hoffnung wachsen lassen.
Ihr Johannes Rossell
Pfarrer der Prot. Christuskirchengemeinde St. Ingbert & der Prot. Kirchengemeinde Schnappach
und
Ihr
Daniel Zamilski
Pfarrer der Pfarrei Hl. Ingobertus St. Ingbert

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